Frankfurt (Oder), 19.09.2017, von Andy Schmiedichen

Ausbildungsdienst mit krönendem Abschluss

Am Samstag dem 16.09. fand die September-Ausbildung unserer aktiven Kräfte statt. Neben einem breiten Spektrum an Ausbildungsthemen gab es auch "Kuriositäten", Wettkämpfe und ein ganz besonderes Highlight.

Zusammen mit den Fürstenwalder Kameraden wurden mehrere Gleisabschnitte transportiert

Pünktlich um 07:00 Uhr eröffnete Mark Langhammer, Ortsbeauftragter für das THW Frankfurt (Oder) den Ausbildungstag. Neben einigen organisatorischen Absprachen wurden die gesteckten Ziele des Tages für die einzelnen Einheiten besprochen.

Unsere 1. Bergungsgruppe widmete sich beispielsweise den Themen "Anheben, Bewegen und Sichern von Lasten" sowie dem "Durchtrennen und -brechen von Trümmern". Es kamen neben Hydraulikhebern, Büffelwinde und Hydraulischem Rettungsgerät also auch Säbelsäge und verschiedene Aufbruchwerkzeuge zum Einsatz.

Die 2. Bergungsgruppe beschäftigte sich mit dem Einsatzgerüstsystem, kurz EGS. Hier wurden die THW-Kräfte mit den Bestandteilen der verschiedenen Bausätze und möglichen Kontstruktionen vertraut gemacht. Als Einstieg in das komplexe Thema wurde anschließend ein Hochwasserlaufsteg errichtet.

Die Fachgruppe Führung/Kommunikation führte zum einen eine Einsatznachbereitung zum Helene Beach Festival durch und befasste sich anschließend mit Taktischen Zeichen. Diese sind unverzichtbar bei der Darstellung von Einsatzlagen oder dem Erfassen von Einheiten verschiedener Organisationen in Bereitstellungsräumen um nur zwei Beispiele zu nennen.

Die Ausbildung der Fachgruppe Räumen bestand in der Durchführung von Transportaufgaben. Jedoch war die Ladung doch etwas außergewöhnlich. Da die Kameraden aus dem OV Fürstenwalde/Spree in Kürze in eine neue Liegenschaft ziehen, sind Sie neben dem Umzugsstress auch damit beschäftigt ein neues Ausbildungsgelände aufzubauen und auszustatten. Unter anderem soll es zukünftig einen ca. 80 Meter langen Gleisbereich geben. Hierzu mussten mehrere 8m lange Gleisabschnitte transportiert werden. In Zusammenarbeit mit den Fürstenwalder Kameraden und unter Einsatz von Kipper, Tieflader und Radlader konnte diese außergewöhnliche Ladung dennoch zum neuen Bestimmungsort transportiert werden.

Aber nicht nur bei den aktiven Einsatzkräften war viel los. Auch ein Teil unserer Jugendgruppe war unterwegs um in Berlin-Spandau das Leistungsabzeichen der THW-Jugend zu erlangen. Insgesamt nahmen 25 Teilnehmer aus dem gesamten Landesverband teil. Wir möchten auf diesem Wege nochmal allen Teilnehmern gratulieren.

Den Höhepunkt erreichte der Tag kurz nach dem Mittag. Auf Bitten des Ortsbeauftragten Mark Langhammer fand sich unser Zugführer Martin Münter am Garagenkomplex ein um ein ca. 2,7 t schweres Geschenk in Empfang zu nehmen. Ulf Oetzmann, Geschäftsführer für Frankfurt (Oder) übergab symbolisch den Schlüssel für einen neuen Mannschaftstransportwagen des Zugtrupps. Der bisherige Mercedes Sprinter hatte im März sein 16. Lebensjahr erreicht und hat somit die geforderten 15 "Dienstjahre" bereits überschritten. Damit der Frankfurter Zugtrupp dennoch weiterhin einsatzbereit ist, wurde durch die Geschäftsstelle am 26. August in Wietmarschen (Niedersachsen) beim Aufbauhersteller WAS ein neues Fahrzeug übernommen und abgeholt. Als Grundfahrzeug dient ein Renault Master. Insgesamt wurden die letzten 14 Fahrzeuge von 200 an diesem Tag an das THW ausgeliefert. Nicht nur die Freude beim Zugtrupp war groß. Der Mercedes Sprinter wechselt nun vom Zugtrupp in den Stab und bleibt weiterhin als Mannschaftstransportwagen für die Jugendgruppe erhalten. Dennoch muss nicht nur aus Platzgründen ein Fahrzeug gehen wenn ein neues kommt. Durch die Umpositionierung des MB Sprinter wird aus unserem MLW I (Mannschaftslastwagen Typ I) ein Überhangsfahrzeug. Der Mercedes 508D ist das Ideale Fahrzeug wenn PKWs an ihre Lastgrenze stoßen und LKWs zu groß sind. Mit seinen 4,6 t Gesamtgewicht leistete er in seinen bisherigen 23 Dienstjahren, welche er ausschließlich bei uns erlebte immer einen treuen Dienst und brachte Personal und Technik von A nach B. Nicht zuletzt die Fachgruppe Räumen setzte auf "Maja" als Zugfahrzeug für den Kompressor und als Fahrzeug zum Personal- und Materialtransport. Dennoch erlebte der MLW auch viele andere Aufgaben, unter anderem in der Fachgruppe Führung/Kommunikation als Fernmeldekraftwagen oder im ehemaligen zweiten Technischen Zug als Zugtruppfahrzeug. Maja war und ist immer ein fleißiges Bienchen und wird uns noch ca. ein Jahr erhalten bleiben. Im Anschluss endet ihr THW-Leben und sie wird sich einen neuen "Schwarm" suchen. Etwas Wehmut kommt doch schon bei diesen Gedanken bei einigen Helferinnen und Helfern auf.

Alles in allem war dies also ein weiterer spannender und aufregender Tag in unserem Ortsverband.

 

Wir möchten uns bei unseren Fürstenwalder Kameraden für die gute Zusammenarbeit und Verpflegung an diesem Tag bedanken. Ebenfalls bedanken wir uns bei den Mitarbeitern der THW Geschäftsstelle und bei der Firma WAS für das neue Zugtruppfahrzeug unseres Ortsverbandes.


  • Zusammen mit den Fürstenwalder Kameraden wurden mehrere Gleisabschnitte transportiert

  • Diese Abschnitte dienen dem neuen Ausbildungsgelände

  • THW-Geschäftsführer Ulf Oetzmann (mitte) und Ortsbeauftragter Mark Langhammer (rechts) übergeben den symbolischen Fahrzeugschlüssel an Zugführer Martin Münter (links)

  • Innenansicht des Fahrerbereiches

  • Außenansicht

  • Übergabe bei der Firma WAS in Wietmarschen

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