Kaisermühl (Müllrose)/Frankfurt (Oder) - Süd, 25.06.2021, von A. Schmiedichen

Wiederaufnahme des Dienstbetriebes

Über einem Jahr war der Dienstbetrieb durch die Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Der Schulungs- und Ausbildungsdienst war nahezu eingestellt, Tagungen und Beratungen wurden Online abgehalten und Technische Dienste ebenso wie Verwaltungsarbeiten auf ein Mindestmaß reduziert. Zwar war die Einsatzbereitschaft zu jederzeit gegeben, jedoch freuten sich unsere Einsatzkräfte, dass die aktuellen Regelungen nun wieder einen regelmäßigen Dienstbetrieb zulassen. Ferner ist ein Großteil unserer Kräfte bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Gruppenführer J. Gauerke erklärt Besonderheiten bei Arbeiten an und in Kanalisationen

Den Startschuss für den Ausbildungsbetrieb gab unsere Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung am 19.06.21 Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 34 Grad passte das Ausbildungsthema "Arbeiten am und auf dem Wasser" perfekt. Speziell der Bereich "Pumpen" wurde für diesen Tag gewählt.

Hierfür verlegte die Gruppe zusammen mit weiteren Kräften der Bergungsgruppe an den Oder-Spree-Kanal in Kaisermühl (Müllrose). Bis in die Mittagsstunden wurde dort der Aufbau zweier Pumpstrecken sowie die Ausleuchtung einer Einsatzstelle geübt. Neben dem richtigen Verlegen und Kuppeln der verschiedenen Saug- und Druckschläuche galt es auch Höhenunterschiede zu beachten da die Pumpstrecken vom Uferbereich auf die nahegelegene Kanalbrücke führten. Auch die korrekte Herstellung der Stromversorgung für den Pump- und Beleuchtungseinsatz war ein wichtiger Punkt auf dem Ausbildungsplan. Ebenfalls galt es zu jeder Zeit den persönlichen Schutz zu beachten, weshalb unter anderem Auffanggurte und Rettungswesten zum Einsatz kamen.

Im direkten Vergleich kamen nach dem Aufbau der Pumpstrecken eine Chiemsee Hochwasserschutzpumpe mit einer Förderleistung von bis zu 1.200l/min sowie die neue Tauchpumpe der Fachgruppe mit einer Förderleistung von bis zu 1.500l/min zum Einsatz. Da das Wasser direkt von der Brücke wieder in den Kanal geleitet wurde, bezeichneten Anwohner dies als "der Wasserfall von Kaisermühl". Nach einer kurzen Stärkung wurde dann eine Verbandsfahrt zur zweiten Ausbildungsfläche durchgeführt, welche sich am Einkaufszentrum "Südringcenter" befand.

Hier musste ebenfalls Wasser gepumpt werden jedoch nicht aus einem Gewässer, sondern aus einem Regenrückhaltebecken in einen Regenwasserschacht. Da in der Kanalisation mit giftigen Gasen gerechnet werden muss, galt es vorher sowohl das 12.000 qm³ große Regenrückhaltebecken als auch den Regenwasserschacht mit einem Gaswarngerät entsprechend freizumessen. Im Anschluss erfolgte der Einsatz der kleinsten Tauchpumpe mit einer Förderleistung von 400l/min. Nach dem Rückbau und einer kleinen Abkühlung bei einem Eis, verlegten unsere Kräfte wieder in den Ortsverband und konnten gegen 17:15 Uhr den Dienst beenden.

Wir möchten uns nochmals recht herzlich bei der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft bedanken, welche uns ermöglichte an einem Regenrückhaltebecken das Arbeiten an Kanalisationsanlagen zu simulieren.


  • Gruppenführer J. Gauerke erklärt Besonderheiten bei Arbeiten an und in Kanalisationen

  • Erster Ausbildungsort war an der ehemaligen Fähre in Kaisermühl

  • Das Ausleuchten von Einsatzstellen war unter anderem ein Thema der Ausbildung

  • Verschiedene Pumpen kamen zum Einsatz

  • Der Wasserfall von Kaisermühl

  • Die korrekte Bedienung eines Stromerzeugers wird immer wieder aufgefrischt

  • Direkt an den einzelnen Stationen wurden Hinweise und Tipps ausgewertet

  • Bevor in die Kanalisation betreten oder in dieser gearbeitet werden darf, muss eine Freimessung erfolgen

  • Bevor in die Kanalisation betreten oder in dieser gearbeitet werden darf, muss eine Freimessung erfolgen

  • Ein Gaswarngerät wird an einer Leine in den Schacht abgelassen um die Konzentrationen von Gasen zu messen

  • Eine der kleineren Pumpen der Fachgruppe mit einem Fördervolumen von 400 L/min

  • Das Regenrückhaltebecken fasst ca. 12.000

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