Frankfurt (Oder),

Neue Atemschutzgeräteträger für Frankfurt und Seelow

Am vergangenem Wochenende fand eine Bereichsausbildung Atemschutz in unserem Ortsverband statt. Teilgenommen haben auch Kräfte aus dem THW Ortsverband Seelow.

Viel Theorie galt es zu lernen

Pünktlich um 07:00 Uhr startete die Ausbildung für die 5 Helferinnen und Helfer beider Ortsverbände. Am Vormittag lag das Hauptaugenmerk auf der Theorie. Neben dem Wiederholen des Gefahrenmerkschemas und der GAMS-Regel ging es an die Einführung des Themas Atemschutz. Was ist Atemschutz, wann kommt Atemschutz zum Einsatz und wie funktioniert dieser Teil der Schutzausstattung sind nur einige Fragen, welche erörtert wurden. 

Im Anschluss erfolgten die Eingewöhnung an die Atemschutzmasken und die daraus entstehende schlechtere Kommunikation. Hierzu wurden zwei Gruppen gebildet, welche aus klassischen Lego-Steinen eine Konstruktion bauten und der jeweils anderen Gruppe den Nachbau, Schritt für Schritt via Digitalfunk anleiten sollten. Bereits ohne Maske ein schwieriges Unterfangen. Im Anschluss wandten sich die angehenden "AGT´ler" den Pressluftatmern zu. Neben der Einsatzkurzprüfung (Sichtkontrolle auf Beschädigungen, Füllstand, Dichtheit, etc.) wurde auch das richtige Anlegen geübt. Auch erste Aufgaben mit geschultertem Gerät galt es durchzuführen, bis hin zur Rettung eines verletzten Kameraden, welcher mit einem neuen Pressluftatmer versorgt werden musste.

Eine weitere praktische Übung war das "U-Boot". Hier wurden mehrere Pressluftatmer als Kreis zusammen gelegt. Auf Kommando mussten die Kräfte sich dann via Schnellverschluss mit den Geräten im Uhrzeigersinn verbinden. Somit wurde neben den Fingerfertigkeiten vor allem das Atmen mit einem Pressluftatmer trainiert. Die Abschlussübung für diesen Tag stellte das Suchen einer Person unter Atemschutz dar. Jedoch wurden die Sichtfenster der Atemschutzmasken abgeklebt. Das Absuchen musste somit durch Händen und Füßen erfolgen, jedoch nach vorher besprochenen Regeln. Nachdem auch dies erfolgreich durchgeführt wurde, wertete man den Tag aus und ging erschöpft in den Feierabend.

Am Sonntag ging es dann ans "Eingemachte". Nach einer kurzen Wiederholung wurde die theoretische Prüfung abgelegt. Im Anschluss führten die Teilnehmer einzeln eine Einsatzkurzprüfung am Atemschutzgerät durch und wechselten unter Aufsicht der Ausbilder Pieter Kalisch und Andreas Dzurny die Pressluftflaschen ihrer Geräte. Während die Prüfungsergebnisse verkündet wurden, leisteten mehrere Rauchpatronen in unserer Werkstatt ganze Arbeit. Die Kräfte beider Ortsverbände erhielten die Aufgabe, Truppweise das Erlernte anzuwenden und eine vermisste Person zu retten. Starke Sichtbehinderungen, versperrte Wege und die schlechtere Kommunikation forderten die gesamte Fertigkeitspalette der Kräfte. Sowohl beim Erkunden und suchen der Person, als auch beim eigentlichen Rettungsvorgang mussten die Helferinnen und Helfer immer ein Auge auf den Luftvorrat haben und diesem der Atemschutzüberwachung melden. Nach der erfolgreichen Rettung unseres Dummys, gab es noch Luftreserven in den Atemschutzgeräten der Einsatzkräfte. Somit wurde eine zweite Aufgabe gestellt: Ausleuchten einer Einsatzstelle mittels zwei Stativen, Flutlichtstrahlern und Notstromaggregat. Der Kraftintensive Aufbau dieser Beleuchtungsstrecke löste nach und nach die Warneinrichtungen der Pressluftgeräte aus. Ein Pfeifton teilt mit, das eine Grenze von ca. 50 bar der ursprünglichen 300 bar erreicht wurde. Diese Aufgabe hatte das Ziel Praxiserfahrung beim Auslösen der Warneinrichtung und der somit ungefähren verfügbaren Arbeitszeit zu bekommen. 

Nach erfolgtem Rückbau, der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und der Revierpflege konnten die Seelower und Frankfurter in das wohlverdiente Restwochenende gehen. Wir möchten hiermit nochmals allen neuen Atemschutzgeräteträgern zum Bestehen der Ausbildung gratulieren und uns bei den Ausbildern und Unterstützern für die gelungene Bereichsausbildung, der Verpflegung sowie beim THW OV Seelow für die gute Zusammenarbeit bedanken.


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