Frankfurt (Oder)/Rheinland-Pfalz, 13.08.2021, von M. Langhammer

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz

In der Zeit vom 02.08. bis 10.08. war unser Zugtrupp sowie die Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Nach den vergangenen Starkregenereignissen in NRW und Rheinland-Pfalz unterstützt das THW die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten. Zusammen mit der Bergungsgruppe aus dem THW Ortsverband Senftenberg bildeten wir einen Technischen Zug und arbeiteten zahlreiche Einsatzaufträge im Gebiet Adenau, Schuld und Ahrweiler ab.

Vorbereitung des Einsatzes

Auf unserer Facebook-Seite haben wir in einem "Online - Einsatztagebuch" von unseren Einsatzaufträgen vor Ort berichtet. Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

Am 01. August erfolgte die Vorbereitung für den bevorstehenden Einsatz. Zusätzliches Material wie Zelte, Pavillions aber auch persönliche Ausrüstung und Verpflegung wurde verladen und die Abfahrbereitschaft hergestellt. Begleitet wurde dies auch vom städtischen Radiosender "ODERWELLE", welcher in einem kurzen Video einen Bericht hierzu veröffentlicht hat. Gegen 07:00 Uhr des 02.08. setzte sich der Verband bestehend aus MTW Zugtrupp, MzKW und MTW OV mit insgesamt 11 Kräften in Bewegung. Am Rastplatz Kettlitz wurde der Bergungsgruppe aus Senftenberg aufgenommen. Nach ca. 11 Stunden Fahrt und mehreren technischen Halten erreichte der gemeinsame Technische Zug den Bereitstellungsraum Nürburgring. Am 03.08. wurden die Einsatzkräfte vom Nürburgring in einen anderen Bereitstellungsraum verlegt um Anfahrtszeiten in das zugeteilte Einsatzgebiet zu verkürzen. In den folgenden zwei Tagen hatten die gemeinsamen Kräfte aus Frankfurt und Senftenberg die Aufgabe einen Abwasserschacht in Schuld abzupumpen um Instandsetzungs- und Kontrollarbeiten durch die Bundeswehr zu ermöglichen. Ferner wurden kleinere Hilfeleistungen für eine Fachgruppe Trinkwasserversorgung in der Nähe durchgeführt. Am 06. August besuchte der THW-Präsident Gerd Friedsam das Einsatzgebiet. Die Koordination unserer Kräfte wurde von unserem Zugtrupp übernommen. Dieser unterstützte zusätzlich die Fachgruppe FK des THW OV Trier in der Einsatzabschnittsleitung 2 Adenau. Am 06.08. war der Pumpeinsatz in der Kanalisation abgeschlossen. Als Folgeauftrag hieß es am 08.08. mehrere Kellerräume eines Hotels leer zu pumpen und zu beräumen. Im Anschluss galt es ein Teil der Stadtmauer Ahrweilers zu sichern. Weitere Aufgaben war das Anlegen eines provisorischen Treppenbereiches zu einer Fähre, welche als Ersatz für eine zerstörte Brücke vom THW betrieben wurde. Zwischendurch erfolgten im gesamten Zeitraum immer wieder kleinere Hilfeersuchen von der Bevölkerung, welche meistens sofort umgesetzt werden konnten. Andere Ersuchen wurden aufgenommen, gemeldet und durch die Einsatzleitung koordiniert abgearbeitet. Am 10. August erfolgte die Rückreise der Einsatzkräfte und am 11. August die Reinigung der Technik und Fahrzeuge sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Der erste Einsatz im Sturm- und Starkregengebiet RLP/NRW ist nun für unsere Einsatzkräfte, auch mit der Nachbereitung an der Technik und in der Verwaltung, beendet.

Das Einsatzgeschehen wird uns aber vermutlich noch weiter beschäftigen, da es im betroffenen Gebiet noch viele Aufgaben für das THW in den kommenden Wochen und Monaten geben wird.

So hat sich auch der Präsident des THW, in seinem gestrigen Dankschreiben, geäußert.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Unterstützern, die uns diesen Einsatz haben möglich werden lassen, bedanken.

Der Dank richtet sich an die Familien und Lebenspartner der Helferinnen und Helfer, und an die Arbeitgeber die eine Freistellung möglich gemacht haben.

Wir möchten über diesen Weg einen Dank an folgende Firmen ausrichten und freuen uns darüber, dass wir in diesen einen zuverlässigen und vertrauensvollen Partner für den ehrenamtlichen Zivil- und Katastrophenschutz haben.

  • Elektro Jahn GmbH, Frankfurt (Oder)
  • Arcelor Mittal GmbH, Eisenhüttenstadt
  • Mobil-Raum GmbH, Hennickendorf
  • THW Bundesvereinigung e.V., Berlin
  • Finanzamt Berlin Schöneberg
  • Jörn Patke Elektroinstallation, Briesen (Mark)
  • FWA – Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH
  • Sanitätshaus MKC GmbH, Beeskow
  • DHV Herrmann Verkehrsgesellschaft mbH, Berlin
  • LSTE – Landesschule und technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz, Eisenhüttenstadt

Ein weiterer Dank richtet sich an Alle Einsatzkräfte im Einsatzgebiet, mit denen wir zusammen arbeiten durften. Es war uns eine angenehme, professionelle und stets gesonnene Zusammenarbeit, die wir erfahren konnten.

Habt vielen Dank dafür, bleibt Gesund und kommt genau so Gesund und Erfolgreich aus jedem Einsatz zurück.


  • Vorbereitung des Einsatzes

  • Vorbereitung des Einsatzes

  • Briefing vor Abfahrt

  • Ankunft am Nürburgring

  • Aus Respekt vor den Betroffenen wurden keine Bilder von Schadstellen gemacht

  • Aus Respekt vor den Betroffenen wurden keine Bilder von Schadstellen gemacht

  • THW Präsident Gerd Friedsam an unserer Einsatzstelle

  • Pumpeinsatz, Nachtschicht

  • Zusammen mit der Bergungsgruppe aus Senftenberg bildeten wir einen Technischen Zug

  • Treppenzugang zur Fähre

  • Treppenzugang zur Fähre

  • Zugtrupp bei der Unterstützung der Fachgruppe FK des OV Trier

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