Frankfurt (Oder), 26.07.2017, von Ch. Werth - THW GSt. Frankfurt (Oder) / A. Schmiedichen - THW OV Frankfurt (O.)

Jugend trifft Bergungsdienst – Großübung im Stadtgebiet Frankfurt (Oder)

Unter dem Motto „Jugend trifft Bergungsdienst“ fand am Samstag den 22.07.2017 im Rahmen der Jugendwoche der THW Ortsverbände Frankfurt (Oder) und Berlin - Lichtenberg eine gemeinsame Übung mit dem Katastrophenschutz Frankfurt (Oder) statt. Ziel dieser Übung war die Zusammenarbeit der Jugendgruppen mit den Teileinheiten beider Ortsverbände.

Der Berliner Zugtrupp leitete den Einsatz

Bereits am Vormittag wurden Helferinnen und Helfer vom THW Ortsverband Berlin-Lichtenberg alarmiert um nach Frankfurt (Oder) zu verlegen. Auf dem Gelände der Finkenstein - Villa in der Fischerstraße 6 wurde für die bevorstehende Übung eine Gasexplosion angenommen. Nach der Alarmierung des Zugtrupps um 12:38 Uhr wurde das Schadensgebiet erkundet und umgehend Kräfte nachgefordert, die im Anschluss zum Einsatzort verlegten. Parallel wurde die Kräfte des Katastrophenschutzes Frankfurt (Oder) in Alarm versetzt um als Teil dieser Übung die Versorgung der Verletzten zu übernehmen. Nach Eintreffen der 1. und 2. Bergungsgruppe vom THW aus Frankfurt (Oder) sowie der zum Technischen Zug gehörigen Fachgruppe Räumen und zweier 1. Bergungsgruppen vom THW aus Berlin - Lichtenberg ging es gemeinsam mit den Jugendgruppen an die Rettung und Betreuung von Verletzen. Dabei wurden verschiedene Einsatzabschnitte gebildet an denen verschieden Aufgaben, wie das Erkunden und durchsuchen von Gebäuden, Retten von Personen aus Fahrzeugen, Schachtrettung, Arbeiten im und am Wasser u.v.m zu bewältigen waren.

Für ein realitätsnahes Szenario sorgten dabei die 25 professionell geschminkten Darsteller die als Verletzte durch laute Hilferufe im gesamten Objekt auf sich aufmerksam machten. Nach der Rettung erfolgte jeweils die Übergabe an die Kräfte des Katastrophenschutzes, die die weitere Versorgung auf dem eingerichteten Behandlungsplatz vornahmen. Insgesamt waren 50 THW-Kräfte inkl. der Junghelfer bei dieser Übung im Einsatz, die durch 28 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes bis zum Einsatzende um 17:15 Uhr unterstützt wurden.

Die Zusammenarbeit lief während der Übung reibungslos. Möglich macht dies zum einen das Komponenten-Modell des THW, bei welchem Teileinheiten aus dem gesamten Bundesgebiet einheitlich aufgestellt und ausgebildet werden. So können Fachgruppen aus den südlichen Bundesländern problemlos auch im Norden mit anderen Einheiten zusammenarbeiten. Auch die Koordination und Zusammenarbeit mit dem örtlichen Katastrophenschutz stellt keine Hürde dar, da in vielen vergangenen Ausbildungen, Übungen und Einsätzen hier bereits die Grundlagen geschaffen wurden.

Die Vorbereitungen und Absprachen im Vorfeld dieser Übung begannen Olivia Seidl und Mirco Henk bereits im Oktober 2016. Das Objekt musste gefunden und die Erlaubnis beim Eigentümer eingeholt werden. Straßensperrungen wurden organisiert, Übungsaufgaben entwickelt und vieles mehr. Doch dieser Aufwand hat sich allemal gelohnt. Die lachenden und freudigen Gesichter der Junghelferinnen und Junghelfer sowie der Helferinnen und Helfer im Nachhinein waren eine schöne Belohnung für die intensive Zeit der Vorbereitung.

Link zum Bilderalbum: https://ov-frankfurt-oder.thw.de/mediathek/bildergalerien/uebung-gasexplosion/


  • Der Berliner Zugtrupp leitete den Einsatz

  • Mit Blaulicht und Martinshorn verlegten die Kräfte zum Einsatzort

  • Mit Blaulicht und Martinshorn verlegten die Kräfte zum Einsatzort

  • Sowohl Frankfurter als auch Berliner Führungskräfte arbeiteten Hand in Hand

  • Auch die Jugendgruppen waren beteiligt

  • Verschiedene Szenarien wurden simuliert. Unter anderem ein Autounfall

  • Die Verletzten mussten betreut, erstversorgt, gerettet und anschließend an den Rettungsdienst übergeben werden

  • Auch ein Radlader kam zum Einsatz

  • Die Verletzten mussten betreut, erstversorgt, gerettet und anschließend an den Rettungsdienst übergeben werden

  • Auch ein Keller musste ausgepumpt werden

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